Zum Jahresstart 2026 merke ich das wieder: Jeder zweite Anruf beginnt mit „Ich will freier atmen, Schränke leeren, endlich Luft!“ Klingt toll, oder? Aber dann kommt der Klassiker: Du stehst da, der Schrank quillt über, der Flur wie ein Hindernisparcours, und du fragst dich: „Hab ich nicht erst ausgemistet?“ Ich kenne das Gefühl von mir selbst und von so vielen von euch. Weniger shoppen, Spenden-Tüten gefüllt, Vinted-Verkäufe ohne Ende, und trotzdem wird's enger. Das ist Überkonsum. Nicht nur „zu viel kaufen“, sondern ein ganzer Haufen unsichtbarer Zuflüsse, die deine Energie rauben und den Spaß am Zuhause killen.

Ich zeige dir jetzt, wie du das knackst.
Es geht um ein Zusammenspiel: Erst Reduktion im ersten Schritt, um Luft zu schaffen. Dann Bewusstwerden des Verhaltens im zweiten Schritt, um die Zuflüsse zu verstehen.
Es geht nicht um Bewertung deiner Gewohnheiten, sondern um ein klares Bewusstsein dafür, was reinkommt und warum. Der grundlegende Trick? Frag dich immer: „Wo soll das Neue überhaupt hin? Und wenn's ein Ersatz ist, wohin mit dem Alten, ohne dass es extra Platz frisst?“ Klingt einfach? Ist es auch und macht wirklich einen riesigen Unterschied.

Weniger kaufen? Schau mal, was sich noch alles reinschleicht

„Nur nicht shoppen!“ das ist ein guter Rat, den du überall siehst. Aber ehrlich: Das deckt gerade mal die offensichtlichen Käufe ab, die etwa zwei Drittel des Chaos ausmachen. Der Rest schleicht sich ein wie ungeladene Gäste. Geschenke von Freundinnen („Hab ich für dich mitgebracht!“), Mitbringsel von der Familie („Das kannst du bestimmt brauchen“), Nette Nachbarinnen mit „Kannste haben!“ Säcken. Und Gratis-Zeug? Das kostet dich am meisten. Sortierzeit, Regalplatz, mentale Energie.

Nehmt meine Klientin aus Prenzlauer Berg: Sie mistete monatlich aus, aber Beauty-Boxen und Reste von Online-Testklamotten füllten alles wieder auf. Das Ergebnis? Statt Erleichterung kommt Frust. „Yay, leer!“ wird schnell zu „Verdammt, schon wieder voll?“ Jedes Teil frisst etwas. Geld, Zeit oder Nerven. Ich lache manchmal mit Kundinnen: „Dein Schrank ist wie eine WG-Party: Alle kommen, keiner geht!“

Übrigens, ein spannender Fakt: In Deutschland landen jährlich rund 400.000 Tonnen Textilien im Müll. Viel davon sind nie getragene Online-Käufe oder Geschenke, die nicht passen. Das zeigt: Es geht nicht nur ums Kaufen, sondern um den ganzen Kreislauf, der unsere kleinen Berliner Wohnungen überfordert.

Warum dein Gehirn auf ‚Kaufen‘ programmiert ist 

Weißt du, warum das so schwerfällt? Dein Kopf pusht „Mehr!“ mit einem Dopamin-Kick, ähnlich wie bei einem guten Essen. Stress nach Feierabend? Handy zücken, kaufen. Langeweile? „Noch eine Vase kann nicht schaden.“ Beim Annehmen kommt Sozialdruck hinzu: „Nein danke“ zur Nachbarin fühlt sich an wie ein Weltuntergang, besonders in unseren engen Kiezen.

Aber Achtung: Volle Regale machen langfristig mehr Stress als Freude, sie rauben Klarheit und Energie. Genau das Gegenteil passiert, wenn du weniger Kram hast: Du atmest auf, denkst klarer, fühlst dich frei. Studien zeigen, dass Menschen mit weniger Besitz oft glücklicher sind, weil sie nicht ständig Entscheidungen über Dinge treffen müssen. Überkonsum ist wie eine schlechte Beziehung. Verspricht Glück, liefert Chaos. Aber hey, wir können das fixen!

Wie dein Raum dein Verhalten prägt und umgekehrt

Räume sind mehr als Kulisse, sie wirken auf uns ein und passen sich unseren Gewohnheiten an, während wir sie gestalten. Steht dein Schrank schon voll, sinkt die Hemmschwelle für Neues automatisch: Ohne natürliche Grenzen quetscht sich alles irgendwie rein, der Kreislauf dreht sich weiter. Ohne Plan nach dem Ausmisten füllt sich der Freiraum nach zwei Monaten wieder mit gut gemeinten Geschenken – Erleichterung wird schnell zur Frustration.

Der Ausweg liegt in bewussten Pausen, z.B. wie der 48-Stunden-Regel: Nimm dir zwei Tage Zeit, bevor du etwas annimmst oder kaufst, und frag dich in Ruhe, ob du es wirklich brauchst. Meistens wird dann klar, dass es nicht passt, und deine Hemmschwelle steigt etwas anzunehmen oder zu kaufen.
Ergänze das mit der Goldenen Regel „One-in-One-out“: Immer wenn etwas Neues reinkommt, geht etwas Altes direkt raus, sei es durch Spenden oder Verschenken. Für Geschenke teile eine Wishlist mit deinem Umfeld, auf der du klar machst, dass du Erfahrungen wie einen Kaffee lieber magst als weitere Kerzen oder Duftzeug. Das gibt dir ein Gefühl von Kontrolle und wirklicher Freiheit.

Ein weiterer spannender Fakt: Deutsche Haushalte besitzen im Schnitt über 10.000 Dinge. Von der Stecknadel bis zum Staubsauger. Kein Wunder, dass unsere 60-Quadratmeter-Wohnungen schnell voll wirken!

Mein Zufluss-Tracker: Dein simpler Anti-Chaos-Trick (gratis!)

Sichtbarkeit ist der Schlüssel. Teste meinen Zufluss-Tracker: 2 Wochen, 5 Min. abends, ohne Druck. Notier: Was kam rein? Woher? Trigger? Passt's noch? Es geht um reines Bewusstsein für die Zuflüsse, nicht um Bewertung. Mail mir an happyspaceberlin@gmail.com (Betreff „Tracker bitte“). Du kriegst die PDF-Tabelle + Anleitung gratis.

Lass uns dein Chaos knacken, zusammen

Harmonie kommt nicht vom Mega-Ausmisten, sondern von smarten Zufluss-Stoppern. Erst reduzierst du, dann wirst du dir deines Verhaltens bewusst. Frag dich immer: „Wo hin mit Neuem, wohin mit Altem?“ Das macht den Unterschied. Aber Gewohnheiten sitzen tief. Da hilft oft ein neutraler Blick von außen. Als deine Ordnungscoachin in Berlin schaue ich mir gerne deine persönlichen Muster an.

Suchst du Hilfe beim Wohnung entrümpeln in Berlin, Überkonsum bekämpfen, Kleiderschrank organisieren oder Ordnungssystemen?
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