Warum Happy Space?

Oft werde ich gefragt, warum mein Unternehmen Happy Space Berlin heißt und nicht Happy Place. Die Frage mag ich, denn sie trifft ziemlich genau den Kern meiner Arbeit.

Am Anfang hatte ich ganz andere Namen im Kopf. Freiraum. Ordnung in Berlin. Manchmal sogar Ordnungsamt. Alles Namen, die klar sagen, worum es auf den ersten Blick geht: Aufräumen, Sortieren, Struktur. Das Sichtbare eben.

Je mehr Wohnungen ich gesehen habe, desto deutlicher wurde mir jedoch, dass das nur ein Teil der Wahrheit ist. Es geht nicht nur um Kisten, Schubladen und den perfekten Stauraum. Aufräumen ist wichtig, aber es ist ein Werkzeug. Der Weg. Nicht das Ziel.

Das Ziel ist das Gefühl danach. Der Moment, in dem du wieder durchatmen kannst. Wenn du einen Raum betrittst und nicht sofort denkst: Hier müsste ich dringend mal. Wenn deine Wohnung dich nicht mehr leise an all das erinnert, was du noch nicht geschafft hast, sondern dich unterstützt.

Ein Place ist ein Ort. Ein Zimmer, ein Zuhause, ein Café. Ein Punkt, an dem man sich wohlfühlen kann. Dagegen spricht nichts. Ich wollte aber einen Namen, der das beschreibt, was darunter liegt. Für mich entsteht Zufriedenheit nicht nur an einem schönen Ort, sondern in dem Raum, den wir uns schaffen. Außen in der Wohnung und innen im Kopf.

Genau das bedeutet für mich Happy Space. Ein Space kann ganz konkret dein Zuhause sein. Das Wohnzimmer, in dem wieder ein Tisch sichtbar wird. Die Küche, in der du abends wirklich gern stehst. Die Ecke, in der endlich nur noch Dinge liegen, die du auch benutzt.

Ein Space ist aber auch der mentale Raum, der sich öffnet, wenn Ordnung entsteht. Wenn du nicht mehr bei jedem Öffnen eines Schranks kurz die Luft anhältst. Wenn du weißt, wo deine Sachen sind. Wenn du nicht mehr jedes Mal genervt bist, bevor du überhaupt angefangen hast.

Ausschnitt aus einer gemütlichen, ordentlichen Ecke, die zum Blogschreiben und Brainstormen einlädt.

In meinen Coachings sehe ich das immer wieder. Sobald sich der äußere Raum ordnet, passiert innerlich etwas mit. Menschen erzählen, dass sie plötzlich wieder Lust haben, Gäste einzuladen. Dass sie klarere Entscheidungen treffen können. Dass sich ihr Alltag leichter anfühlt, obwohl das Leben an sich das gleiche geblieben ist.

Es entsteht Platz. Platz für Ideen. Platz für Begegnungen. Platz für Besuch, der nicht erst in drei Wochen kommen kann. Platz für Pausen. Platz für dich selbst. Genau dieser Freiraum interessiert mich. Nicht die perfekt gefaltete Socke um der Socke willen. Sondern die Wirkung, die es hat, wenn dein Zuhause auf deiner Seite ist.

Deshalb heißt mein Unternehmen Happy Space Berlin. Nicht, weil es nur um hübsche Vorher-nachher-Fotos geht, sondern um das Danach. Um den Moment, in dem du in deinem Zuhause stehst und merkst, dass es wieder mit dir zusammenarbeitet. Dass du hineinkommst und denkst: Hier darf ich sein. Mit allem, was gerade ist.

Happy Place wäre für mich ein netter Ort. Happy Space ist für mich ein Versprechen. Ein Versprechen, dass es nicht um Perfektion geht, sondern um Erleichterung. Dass Ordnung kein starres Projekt ist, sondern ein Prozess, der sich deinem Leben anpassen darf. Und dass du den Raum, den du brauchst, nicht erst verdienen musst.

Berliner Ordnungscoach Antje Höpfner sitzt in Kreuzberg vor einem Geschäft.